Wangen im Allgäu ( Baden-Württemberg )

 Frauentor und St. - Martins -Tor

Das Frauentor ( linkes Bild ) wird auch Ravensburger Tor genannt  Es ist 1472 zum ersten Male urkundlich erwähnt, besteht aber wohl schon seit der Stadtgründung. Seine heutige Form erhielt es wie das St.-Martins-Tor im Jahr 1608. Vor seiner Umgestaltung trug es ein einfaches Satteldach. Heute zeigt der Bau ein einheitliches Renaissancegepräge. Besonders  zierlich erscheinen die oberen Ecktürmchen. Die letzte Außenrenovierung efolgte 1988.

Das St.-Martins-Tor ( rechtes Bild ),  so benannt nach dem Patron der benachbarten Stadtpfarrkirche, wird heute auch Lindauer Tor genannt. Es wird 1347 erstmals als Sweglarstor ( nach dem Geschlecht der Sweglar ) genannt. Seine heutige Form hat es wie das Ravensburger Tor im Jahr 1608 erhalten. Es ist gedrungener und mächtiger als das letztere und hat seinen ursprünglichen gotischen Charakter zum Teil noch bewahrt. Im Tordurchgang finden sich Reste der gotischen Bemalung. Die verschiedenen Turmstuben wurden in jüngster Zeit restauriert und eingerichtet. Sie werden von örtlichen Vereinen genutzt.

                   

 

Isny ( Baden Württemberg ) 

Espantor und Wassertor

Das Espantor ( linkes Bild ) wurde wohl mit der Stadtummauerung im 13. Jahrhundert erbaut. 1413 wird es erstmals urkundlich erwähnt, eine stadtauswärts angebrachte Sandsteintafel mit dem Isnyer Wappen trägt die Jahreszahl 1467. Der Turm hat seinen Namen vom “Espan“, dem Land, das in der Dreifelderwirtschaft als Allmendplatz der Allgemeinheit für Kleinvieh, Schießübungen, Spiele oder Feste zur Verfügung stand. Der Weg durch das Espantor führt auf den “Rain“, wo sich heute wie einst der Festplatz der Isnyer befindet. Dem Torturm, der heute als „Städtische Galerie im Turm“ genutzt wird, ist stadtauswärts ein altes Wächterhäuschen benachbart.

Das Wassertor ( rechtes Bild ), das in die wasserreiche Vorstadt führte, wird 1337 erstmals erwähnt. Der heutige Bau stammt aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Das erste Geschoss über der  Durchfahrt, durch das man heute über eine nach innen verlegte Treppe den Turm hinaufsteigt, war ein Gefängnis.
Es besaß als einzigen Zugang in der Decke eine Öffnung, durch welche der Gefangene an einem Seil “abgehaspelt“ wurde. Eine in Fresko ausgeführte Kreuzigungsgruppe befindet sich inmitten von Wandmalereien und Kritzeleien, die von Gefangenen hinzugefügt wurden, versehen mit Jahreszahlen des späten 16. und frühen 17. Jahrhunderts. Wie die anderen Stadttore war das Wassertor mit einem Wächter besetzt, dessen Stübchen heute Bestandteil des Wassertor-Museums ist. Im hölzernen Glockenstuhl mit barocker Zwiebelhaube (18. Jahrhundert) hängt eine fünf Zentner schwere Glocke von 1643.

                   

 

 


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