Sehhilfen im Mittelalter

 

Der Lesestein (ab 11. Jahrhundert)

wurde von dem arabischen Physiker Ibn el Haitam erstmals beschrieben und aus dem Krystall des Beril gefertigt. Der Lesestein wird zur Vergrößerung auf ein Buch gelegt.



Das Einglas (ab 12. Jahrhundert)

Nun wurden die Lesesteine  zu als flacheren Kugelsegmenten geschliffen. Diese legte man nicht mehr auf die Schrift, sondern hielt sie darüber. Mit dem Einpassen der Linsen in einer Fassung mit Stiel entstand das Einglas.

 



Die Nietbrille (ab 13. Jahrhundert)

Zwei Eingläser wurden miteinander verbunden, um mit beiden Augen hindurchsehen zu können. Dadurch wurde das Sichtfeld vergrößert ( der Begriff Nietbrille entstand erst im 16. Jahrhundert)

 



Die Augengläser (Ende des 13. Jahrhunderts)

Die Augengläser wurden im Ursprung an ihrer Einfassung mit einer Hand vor die Augen gehalten, und waren Symbol für Bildung und Weisheit, Würde und Alter, da fast ausschließlich Gelehrte und geistliche Würdenträger lesen und schreiben konnten.

 



Die Fadengläser (ab Anfang 14. Jahrhundert)

auch Faden- oder Riemenberyll genannt, diente lange Zeit als befestigte Lesehilfe. Von nun an hatte man die Hände frei.

 



Das Binocel (ab 15. Jahrhundert)

Das Neue am Binokel war, dass es sich auch auf die Nasenflügel klemmen lies, aber ohne festen Halt.

 



Die Federberyll (ab Ende 15. Jahrhundert)

Erstmals wurde zur Befestigung eine Nasenklemmkonstruktion aufgenommen. Durch die federnden Eigenschaft der Klemmhalter erreichte man erstmals einen eigenständigen Halt auf der Nase. Man nannte sie daher auch noch Nasenklemmer.

 

 

Quellen:
- Die Sehhilfe im Wandel der Jahrhunderte, Emil Heinz Schmitz


 


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