Katze und Kirche

Verbannt - Verhext - Verbrannt

Die Katze ist heute in unseren Breitengraden eines der beliebtesten Haustiere. Dies war aber in den katholischen Ländern während des Mittelalters nicht immer so.

Das Mittelalter war mehr als katzenfeindlich. Bereits im 7. Jahrhundert begann die katholische Kirche Katzen zu verfolgen, zu foltern und hinzurichten, weil:

- die Katze mit der Fruchtbarkeit der Frau und damit mit der Welt des Mondes in  Verbindung gebracht wurde und deshalb als böse galt
- die Katze als Tier der Ketzer galt und man ihr teuflische Fähigkeiten gab, der Teufel selbst wurde oft in Form einer schwarzen Katze dargestellt.
- die Katzen  als Gehilfen der Hexen galten und somit für die Kirche eine Verkörperung des Heidentums waren, dass es zu bekämpfen galt
- der Besitz einer Katze als Gotteslästerung galt

Katzen wurden aus den Orten vertrieben, in Körbe gesperrt und auf den Scheiterhaufen verbrannt. In Frankreich war es Brauchtum, eine Katze in das Fundament einer Kirche einzubauen. Das Gotteshaus begrub dabei sozusagen den Satan und seine bösen Mächte unter seiner großen Masse. Dies sollte den Sieg des Guten über das Böse symbolisieren.

Doch blieb die Rache nicht aus. Die übriggebliebenen Katzen flohen in die Wälder und verwilderten. Der Weg war frei für Mäuse und Ratten, die Krankheiten wie die Pest in die Städte brachten und unzählige Todesopfer forderten.

Erst im 18. Jahrhundert wurde die Verfolgung der Katze durch Ludwig XV von Frankreich verboten.


Quellen:
- Sergius Golowin: Göttin Katze. Das magische Tier an unserer Seite. Goldmann Verlag, München 1989

  

 

 

 


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