Der mittelalterliche Hintern

Popöchen, Hintern, Po, Gesäß, Arsch...- geschlagen, betatscht, gekniffen, gestreichelt, gemalt und fotografiert, voyeuristischen Blicken ausgesetzt, mit Schimpfwörtern belegt. Kurz und knapp - dieses Körperteil steht schon seit Jahrtausenden im Mittelpunkt der Betrachtung, stets im ambivalenten Verhältnis zwischen sündiger Verborgenheit und sinnlicher Begierde.

Und so gibt es auch Etliches über den mittelalterlichen Hintern zu berichten.

So war es im Mittelalter in Deutschland laut dem Verhaltensforscher Morris üblich, während besonders schwerer nächtlicher Gewitter, seinen Hintern zur Tür hinaus zu strecken, um Blitze und die Mächte des Bösen abzuwenden.
( Desmond John Morris, britischer Verhaltensforscher, der sich besonders mit den Formen der nichtverbalen Kommunikation (Körpersprache) bei Tieren und Menschen beschäftigte )

Auch die Redewendung "Du kannst mich am Arsch lecken" entstammt dem Mittelalter. Der Spruch galt als Entwürdigung und Demütigung, war aber kein Kraftwort.

Die Weisung des nackten Hinterns war im MA aber auch eine Abwehrgebärde mit zauberischen Hintergrund. Glaubte man einer Hexe oder dem Teufel zu begegnen, murmelte man den Spruch "Du kannst mich am Arsch lecken" mehrmals vor sich hin.

Das Wort "Scheiße" ist seit dem Mittelalter ein Ausdruck der Ablehnung und des Fluchens.


 


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